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Internationales
Treffen in Spa, Belgien
Text und Bilder von Stefan und
Yolanda Schäfer
Am letztjährigen L’Aventure Peugeot –
Treffen in Kent, England gab der Belgische Club vor oude Peugeots
bekannt, dass das internationale Peugeot-Treffen 2004 in den
Ardennen stattfinden werde. Vor dem Hintergrund der, aus
organisatorischen Gründen, stark begrenzten Teilnehmerzahl in
England, betonten die Belgier damals, dass es für 2004 keinerlei
Einschränkungen geben werde.
Die Einschreibeunterlagen waren ab Anfang März
2004 im Internet abrufbar und wurden gleichzeitig an die Clubs
versandt. Die Anmeldung inklusive Überweisung des entsprechenden
Betrages hatte bis am 31. März 2004 zu erfolgen. Die Unterkunftsplätze
in der Ferienanlage „Sol Cress" waren limitiert, nicht jedoch
die Teilnehmerzahl.
Wir machten uns am 24. Mai bei schönstem
Wetter mit unserem 204 Cabriolet auf den Weg Richtung Norden (ein
separater Reisebericht wird im Clubbulletin folgen) und mussten das
Verdeck bis zur Rückkehr am 31. Mai nie wetterbedingt schliessen.
Am Freitag dem 28. Mai trafen wir so gegen
15.30 Uhr im „Domaine Sol Cress" in Spa ein, wo schon
zahlreiche alte und neuere Peugeots unterschiedlicher Nationalität
herumstanden und –fuhren. Auch die Teilnehmer unseres Clubs waren
schon da (Thomas Vögeli, Fredi Stahlberger, Fredi Vollenweider,
Martin Zuberbühler; Karl und Rosmarie Gutschmid; John und Susanne
Davies). Nun begann das grosse Warten, denn die Belgier hatten den
Termin für die Ausgabe der Teilnahmeunterlagen auf 17.00 Uhr
festgesetzt und die Hotelzimmer konnten nicht vorgängig bezogen
werden. Während dieser Zeit hatte man erste Gelegenheiten mit
Peugeot-Freunden anderer Länder in Kontakt zu treten und alte
Freunde wieder zu begrüssen. Schliesslich waren ca. 400 Personen
mit 200 Peugeots von 1924 bis zur Gegenwart anwesend.
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Einige nutzten die Zeit um
an ihren Löwen die Spuren der Anreise zu beheben! |
Nachdem endlich die Unterlagen in
Empfang genommen werden und die Zimmer bezogen werden konnten war
auch schon Apérozeit und die fröhlichen Gespräche unter
Gleichgesinnten konnten intensiv weitergeführt werden.
Das
anschliessende Buffet mit vielen Spezialitäten aus den Ardennen
fand allseits regen Zuspruch und der Abend wurde im grossen
Aufenthaltsraum bei viel feinem belgischem Bier und angeregten
Benzingesprächen bis in die Nacht hinein verlängert.
Nach einer längeren oder kürzeren Nacht
war am Samstag dem 29. Mai ab 08.30 Uhr der Start zur
Ardennenrundfahrt angesagt. Das Wetter meinte es auch an diesem Tag
wieder sehr gut mit den Löwen und ihren Bändigern, strahlender
Sonnenschein und angenehme Temperaturen begleiteten uns.
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Kleines Chaos – die
Strecke gemäss Roadbook war gesperrt, wohin nun? |
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Die Lösung war ganz
einfach die Beseitigung der Sperre! |
Die Strecke war anhand des perfekten
Roadbooks problemlos zu finden und führte mehrheitlich über
Nebenstrassen durch die schöne Hügellandschaft der Ardennen.
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601 Roadster 1934 |
Die Strecke war anhand des perfekten
Roadbooks problemlos zu finden und führte mehrheitlich über
Nebenstrassen durch die schöne Hügellandschaft der Ardennen.
Die Vormittagsetappe führte, vorbei an der
weltbekannten Rennstrecke (auf der leider gerade ein Ferrari-Treffen
stattfand, sodass wir sie nicht befahren konnten) über knapp 100km
bis zum Mittagshalt bei Houffalize. Dort wurden die Fahrzeuge bei
einem Sportplatz, unter Bewachung durch berittene Polizei,
abgestellt und die nächste Strecke musste mit einem Shuttle-Bus zurückgelegt
werden, bevor dann noch ein Fussmarsch über mehr oder weniger
wegsames Gelände zur Sport-Ferienanlage Ol Fosse d’Outh, führte
wo das Mittagessen bereits wartete.
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Motorrad aus dem Musee in
Sochaux |
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402 Darl’ Mat Cabriolet
1939 |
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Dieser 203 nahm schon an
Fernfahrten wie London-Peking und Quer durch Australien teil
und gehört Alastair Inglis aus England. |
Nach der kurzen Mittagsrast ging’s dann
auf die zweite Etappe der Rundfahrt, bei weiterhin sehr schönem und
warmem Sommerwetter, durch die wunderbare Ardennenlandschaft, die
einen oftmals an den Jura erinnerte, zurück nach Spa.
Mitten in der Stadt wurden dann alle Fahrzeuge auf dem Place Royale
de Spa aufgestellt. Zum Empfang beim Fremdenverkehrsbüro spielte
eine Percussion-Band, die Musik passte zwar zum Markensymbol von
Peugeot und dessen Heimat, war aber eher störend und wurde nicht
besonders goutiert. Nach und nach verliessen die Peugeots mitsamt
Insassen den Place Royale Richtung Domaine Sol Cress.
Apéro und Galadinner waren ab 19.30 Uhr
vorgesehen, die Organisation hinkte der Zeit aber ziemlich
hinterher, so dass es dann viel später war als vorgesehen bis alle
einen Platz fürs Dinner gefunden hatten. Das Essen war solala und
zog sich über 4 Stunden hin, viele Teilnehmer verliessen die Plätze
bereits vor dem Dessert, sie waren nach der 200 km Rundfahrt wohl
derart müde, dass ein Dessert nach 24.00 Uhr nicht mehr gefragt
war.
Andere liessen den Abend mittels der
verteilten Getränkebons feuchtfröhlich ausklingen (25 Bon/Person für
3 Tage – 1 Bon/Bier!), die Band im Tanzsaal spielte für sich
selbst, den zum Tanzen waren wohl alle zu müde.
Am Sonntag ging es etwas weniger zeitig
los, ab 08.00 Uhr konnte wer wollte den Marché aux puces in Spa
besuchen, der eigentliche Start zur Runde „des haut Fagnes"
erfolgte ab 10.00 Uhr vom Place Royale de Spa.
Zunächst ging es Richtung Süden zum
ersten Zwischenhalt bei Coo, wo ein regionales Ausflugszentrum mit
einem Mini-Wasserfall und zahlreichen Vergnügungsanlagen besucht
wurde (die Parkgebühr von € 2 musste jeder selbst bezahlen).
Weiter ging es zum Mittagshalt in der
Abbaye de Stavelot. Die ehemalige Klosteranlage liegt mitten im
Zentrum und besteht aus den Ruinen der ehemals riesigen
Klosterkirche und dem erhaltenen und renovierten Klostergebäude,
das heute Museen beherbergt. Der Hauptteil ist der Geschichte des
Klosters gewidmet, daneben ist im Untergeschoss ein interessantes
Museum zur Rennstrecke von Spa-Francorchamps mit zahlreichen
Rennwagen untergebracht.
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Talbot |
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Bugatti |
Die Peugeots wurden im Klosterhof und in
der Ruine der Kirche (!) parkiert und jeder Teilnehmer erhielt gegen
Abgabe eines entsprechenden Bons ein Lunchpaket. Schon nach kurzer
Zeit sah man in der ganzen Anlage durstige und hungrige Löwenbändiger
beim Picknick.
Am Nachmittag führte die Route zu einem Stausee, wo eine grosse
Löwenstatue zu sehen war und die Wagemutigen einen ziemlich
rissigen Aussichtsturm im See besteigen konnten.
Von dort ging es in das wunderschöne Städtchen Limbourg, wo die
Strassen aus uraltem Kopfsteinpflaster bestehen und geeignet sind
für aussagekräftige Stossdämpfertests bei Schritttempo! Wir
wollten unser 204 Cabriolet nicht ganz so strapazieren und
beobachteten bei einem kühlen Bier die anderen Teilnehmer bei der
Vorbeifahrt.
Kaum hatten wir Limbourg wieder verlassen
wurden wir bei einer kleinen Brauerei in den Hof gewiesen und
erhielten eine Flasche Bier of the Lion (der Löwe des Staudammes
ziert die Etikette) mit einer Zusatzetikette des internationalen
Treffens – ein schönes und schmackhaftes Souvenir.
Auf den letzten Kilometern zurück nach Spa
begann es ganz leicht zu Regnen, aber das Verdeck konnte getrost
offen bleiben bis zur Ankunft im Sol Cress. Am Abend begann es dann
doch noch ausgiebig zu regnen.
Ab 18.00 Uhr fand das Barbecque zum
Abschluss des Treffens statt, während dessen Verlauf fanden die üblichen
Ansprachen und Zeremonien mit den anwesenden Clubpräsidenten statt.
Danach war das grosse Getränkebon –
Abtrinken angesagt, was sich bei den Meisten wiederum bis in die
Nachtstunden hineinzog.
Am Montag verabschiedete man sich nach dem
Frühstück von den Peugeot-Freunden und nahm den Heimweg wiederum
bei schönem Wetter unter die Räder
Es war ein interessantes, solid
organisiertes Treffen in einer sehr schönen Landschaft an das man
sich auch dank des Wetterglücks gerne zurückerinnern wird.
Bis nächstes Jahr in Holland! |