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Frühlingstreffen
2006 in Schaffhausen
Obwohl
ich seit einigen Jahren Mitglied dieses Vereins bin, gab es während
der letzten Jahre immer Gründe, die mich an den Ausfahrten
hinderten. Entweder waren es familiäre- oder berufliche
Verpflichtungen oder der Wagen war nicht sauber genug. Auch dieses
Mal ging es haarscharf um unsere Teilnahme, denn der 203 lief nur
auf drei Zylindern! Die Ursache wurde gesucht und zum Glück
gefunden. Als die schuldige Zündkerze gereinigt war, meldete sich
der Zylinder wieder und somit konnte ich am 2. Mai Hanspeter Müller
kontaktieren. Glücklicherweise durften wir trotz Anmeldeverspätung
und zahlreichen Teilnehmern (es waren bereits mehr als 20 Fahrzeuge)
mitkommen.
Somit
fuhren meine Frau und ich am 7. Mai über Landstrassen und
Umleitungen von Winterthur nach Schaffhausen, wo wir vor lauter
Vorfreude viel zu früh ankamen. Doch Hans-Peter Müller und seine
ganze Familie waren bereits auf dem Kirchhofplatz am Einrichten.
Schon die Einladung und die Zusatzinformationen hatten mich
beeindruckt, ich blieb jedoch baff, als mir das tolle
„road-book“ ausgehändigt wurde. Der ganze Ausflug war
detailliert samt Fotos, Pfeilen, einfach perfekt vorbereitet und
beschrieben. Hanspeter hat da eine riesige Arbeit geleistet und
verdient einen herzlichen
Dank. Auch der warmherzige Empfang mit Kaffee (Lungo oder
Espresso) und knusprig-frischen Gipfeli gehört dazu!
Als
alle 34 Fahrzeuge, mit großen und kleinen Insassen, Hunden und
antiken Koffern angekommen waren ging es nach der offiziellen Begrüßung
los. Das erste und einzige Hindernis gab es beim Lichtsignal, aber
auf der Fahrt nach Büsingen, hinter den 203 Coupé von Roland Müller
waren wir alle wieder beisammen. Und so fuhren wir auf Entdeckung
des Kantons Schaffhausen. Für uns Bewohner des dichten besiedelten
Mittellandes war es wohltuend die wunderschöne Weite der
Randengegend zu genießen. Ich muß allerdings sagen, daß vor allem
wir Fahrer, dank der gemütlichen Fahrt
hinter der 172 R (fourgonnette) (etwa 10 Km/St insbesondere
bei starken Steigungen) in den ausgiebigen Genuß der Aussichten
kamen. Nie hätte ich mir vorstellen können, daß der Kanton
Schaffhausen landschaftlich so vielfältig ist. Manchmal kam es mir,
als ob ich in Italien oder Süd Frankreich fahren würde. Der Apero
wurde am Waldrand auf „Oberhallau“ serviert, selbstverständlich
mit einem „Hallauer“. Wir Fahrer als verantwortliche Bürger
tranken mit Maß und alle Teilnehmer freuten sich über
die Sonne, die Sicht, die Fotopause und widmeten sich persönlichen
und technischen Gesprächen. Obwohl wir nach wie vor Verspätung
hatten, wurden wir von der Familie Müller nicht weggejagt und
erreichten wir unseren Ziel oldiegerecht, der „Haslemer Chär“
(Wilchingen). Es handelt sich dabei um einen elegant-, gemütlich-
rustikalen Gewölbekeller erbaut anno 1661, mit imposanten
Kerzenleuchtern und großem Feuerplatz. Das Essen war perfekt,
obwohl wir von unseren Gastgebern viel früher erwartet wurden. Ein
feines „Entrée“, ein Hauptgericht mit Schweinsbraten und zarte
Gemüsejardinière, feine Saucen und knuspriges Hausbrot. Als
Dessert war noch eine feine Kirschtorte serviert. Wie gesagt war es
für meine Frau Seraina und mich, unsere erste Ausfahrt mit der
Amicale und wir haben die freundschaftliche Atmosphäre und die
regen Tischgespräche ausgiebig genossen. Wir waren übrigens nicht
die Einzigen!
Gegen Schluß des Essens dankte Thomas Vögeli im Namen aller
Teilnehmer Familie Müller, mit einem kleinen Geschenk. Karl
Gutschmid ergriff dann das Wort, fügte seinen persönlichen Dank
bei und warb kräftig für die bevorstehende Ausfahrt mit den
Betagten (Siehe Programm). Leider war die Zeit davon gefahren und
die ersten Oldies mußten die Rückfahrt antreten. Ein wunderschöner
Tag, der noch lange in unserem Gedächtnis wach bleiben wird.
Olivier Heer
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