Besuch bei der Stadtfeuerwehr Olten

 

Die Teilnehmer der Hauptversammlung vom 17. November 2007 besuchten vor der Behandlung der statutarischen Geschäfte die Stadtfeuerwehr Olten. Deren moderner Werkhof liegt in unmittelbarer Nähe des Tagungsorts Bornblick. Um halb zwei Uhr empfing uns Kommandant a.i. Rolf Friedli mit seinem Sohn Raffael. Im Foyer konnten wir zunächst ein Modell des Werkhofes bestaunen, welches massstabsgetreu Bauten und Fahrzeuge sowie Einrichtungen enthielt. Da zeigte sich bereits der Stolz der Oltner Feuerwehrleute auf ihre Anlage. Herr Friedli zeigte uns zunächst Garderoben und Material. Im neuen Gebäude besteht genügend Raum, alles ordnungsgemäss unterzubringen. Auch ist dafür gesorgt, dass sich Männlein und Weiblein beim Umziehen nicht in die Quere kommen. Die Vielfalt der Ausrüstung zeigte sich bereits an den bereitstehenden Uniformen. Anschliessend führte uns Herr Friedli den Unterhalt der Atemschutzgeräte und weiterer technischer Einrichtungen vor. Er konnte die technischen Spezifikationen und die Unterschiede der einzelnen Gerätetypen anschaulich und verständlich darlegen. Alles lag bereit, um im Notfall unverzüglich eingesetzt werden zu können. Im Obergeschoss wurden uns die verschiedenen Uniformteile gezeigt; keine Frage, dass auch Feuerwehrleute eine Ausgangsuniform tragen und damit bei ihren Auftritten in der Oeffentlichkeit ihre Zugehörigkeit zum Korps zeigen. Zur Feuerwehr Olten gehört übrigens auch ein Jugendkorps, und an der Begeisterung von Raffael Friedli zu schliessen muss das eine ganz besondere Truppe sein. Weiter führte uns der Rundgang in die Garage, wo die verschiedenen Fahrzeuge, vom Land Rover aus dem Jahr 1961 bis zum neuesten Drehleiter-Fahrzeug, bereitstanden. Auch hier konnte uns Herr Friedli die technischen Einzelheiten schildern, und er berichtete auch anschaulich über seine Erlebnisse mit dem Kundendienst gewisser Fahrzeugmarken. Keine Frage, als Feuerwehrkommandant kann er bei der Technik keine Kompromisse eingehen, und so tüftelt er lieber selbst nach einer perfekten Lösung für ein Problem, als sich auf die Schnelle abspeisen zu lassen. Imponierend war die technische Ausrüstung, die in den verschiedenen Fahrzeugen verstaut ist; sie reicht von der Axt über die hydraulische Zange zum Aufschneiden von Unfallwagen bis zur Nachtsichtkamera und dem Reanimationskoffer. Wir sahen diese Geräte in der hellen und trockenen Garage, aber es besteht kein Zweifel, dass die Stadtfeuerwehr Olten diese Technik auch unter schwierigen Bedingungen beherrscht. Immerhin muss man sich vor Augen halten, dass es eine Milizfeuerwehr ist und die Leute direkt von der Arbeit oder von zu Hause weg alarmiert werden und ihren Einsatz leisten. Herausragend aus dem Fahrzeugpark war, auch im wahrsten Sinn des Wortes, das neue Drehleiterfahrzeug. Herr Friedli fuhr das Ungetüm aus der Garage auf den Vorplatz und demonstrierte, wie heute per Joystick auch schweres Gerät einsatzbereit gemacht wird. Aufgrund seiner Schilderungen über die komplizierte Herstellung der Leiterelemente stellte man unschwer fest, dass er auch das Innenleben der Technik durchschaut. Jene beiden Mitglieder, die im November Geburtstag haben, durften mit Herr Friedli im Korb der Leiter nach oben schweben. Elke und Roland hiessen die Glücklichen, die zunächst mit etwas mulmigem Gefühl in den Korb stiegen. Von dort durch Herr Friedli gesteuert drehte der Motor etwas höher, und schon wurden die Passagiere in die Höhe gehievt. 30 Meter sind aus der Senkrechten recht beeindruckend, aber immerhin schien dort oben die Sonne, und der Rundblick über die Stadt war einmalig, wie berichtet wurde. Es war eine eindrückliche Führung. Die Aufgaben der Feuerwehrleute sind heutzutage sehr vielfältig, und trotz der guten Ausrüstung und Ausbildung ist die Arbeit mitunter gefährlich. Die Teilnehmer dankten dem Kommandanten Rolf Friedli und Raffael mit einem langen Applaus und einer Einladung zum nächsten Treffen.

Text Thomas Vögeli, Bilder Thomas Habegger


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