Die Geschichte der Marke Peugeot
Die Marke Peugeot gehört zu den traditionsreichsten und ältesten
unabhängigen Automarken. Der Ursprung der Marke bzw. des Namens Peugeot geht bis
in das 15. Jahrhundert zurück. Zu Beginn befasste man sich mit der
Pech-Herstellung und im Jahr 1810 wurde auf dem Gelände der Firma
Peugeot eine Eisengiesserei aufgebaut und es wurde mit der
Herstellung von Sägeblättern, Uhrfedern und Korsettstäben
begonnen. Die Symbole auf den Werkzeugen wie Löwe, Halbmond, Stern
usw. geben einen Hinweis auf die Qualität und die Härte des geschmiedeten Stahls
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts spezialisierte man sich auf die Produktion von Werkzeugen,
Kaffeemühlen, Nähmaschinen und eine Vielzahl von Gebrauchsgegenständen wo guter
Stahl wichtig war. Pfeffermühlen mit Peugeot-Mahlwerk sind noch
heute die besten der Welt
Mit der Produktion von Automobilen befasste man sich bei Peugeot um 1885. Im Jahr 1888 wurde der erste Wagen gebaut, ein
dreirädriges
Vehikel mit einem Serpollet-Dampfmotor. Man strebte aber nach einem
besseren Fahrzeug, das statt des Dampfmotors einen der neuen
Ottomotoren erhalten sollte. Eigene Motoren konnte man aber bei
Peugeot noch nicht bauen und so schaute man sich nach einem
Lieferanten um. Armand Peugeot war in Kontakt mit Panhard &
Levassor und im Jahr 1889 reiste Gottlieb Daimler nach Valentigney.
Peugeot baute anfänglich die Daimler-Motoren in ihre Autos ein und
schon bald wurden die Antriebsaggregate in Lizenz gebaut.
Der erste
richtige Peugeot, der Typ 2, entstand dann 1890. Es wurden 4
Exemplare gebaut und bis ins Jahr 1895 entstanden rund 250 Wagen mit
Daimler Motoren. Das erste Automobil mit eigenem Peugeot Motor, der
Typ 14, wurde im Jahr 1897 produziert. Vom im selben Jahr gebauten Typ
15 wurden immerhin 276 Wagen hergestellt. Ein bekanntes Exemplar aus
den Anfängen der Automobilproduktion ist der Typ 4, der für den
Bey von Tunis gebaut, aber nie abgeliefert wurde. Der Wagen steht
heute im Peugeot-Museum in
Sochaux.
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Peugeot gab den Autos keine Namen, sondern Nummern. Das erste
gebaute Dreirad hatte logischerweise die Nummer 1 und danach wurde
bis zum Typ 190 im Jahr 1928 durchnummeriert. Dann kam die Wende mit
der berühmten Null in der Mitte und die erste Modellbezeichnung
lautete demzufolge 201. Peugeot liess die dreistelligen
Modellbezeichnungen mit der Null in der Mitte schützen, es darf bis
heute kein Hersteller ohne die Einwilligung von Peugeot solche Zahlenkombinationen für seine
Fahrzeuge verwenden. Aber keine Regel ohne Ausnahme, so gibt es beispielsweise den
Bristol 403, den Trabant
601, den Tatra 603 und
den Ferrari 308 um nur einige Beispiele zu nennen. Ferrari verwies auf die Bezeichnung, die einen Hinweis auf
die Motorisierung darstellte, das 30 für 3.0 Liter und die 8 für 8
Zylinder.
Peugeot intervenierte aber bei Porsche, als der 901 der
Öffentlichkeit vorgestellt wurde. War es eine späte Rache an
Deutschland für die im Zweiten Weltkrieg zerstörten
Produktionsanlagen? Auf jeden Fall musste die Null verschwinden und
so haben alle Porsche Fans auf der ganzen Welt den 911er der Firma
Peugeot zu verdanken. Porsche taufte das erste Modell nach dem 356er
halt 912 und schon bald folge der berühmte 911er.
Peugeot hatte als Wappentier immer den Löwen im Logo, der sich im
Laufe der Zeit aber auch wandelte
Parallel zu den Automobilen wurden auch schon früh Motor- und
Fahrräder gebaut, die sich bis heute grosser Beliebtheit erfreuen.
In heutiger Zeit sind besonders Sportfahrräder und Motorroller im
Angebot
Rennmotorrad 1 3/4 CV, 1909 |

Typ P 112, 1936 |
Publikation aus dem 'Armand' vom April 2006
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Peugeot macht Geschichte
Mit der kleinen, familieneigenen Mühle, die im Jahre 1810 in
Sous-Cratet zur Stahlverarbeitung umgebaut wurde, war der
Grundstein für die Marke Peugeot gelegt. Damals fertigten die
bis ins 15. Jahrhundert nachweisbaren Peugeots Uhrenfedern,
Werkzeuge und Kaffeemühlen.
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Der
Gründer der Automobilmarke Peugeot, Armand Peugeot,
produzierte Ende des 19. Jahrhunderts Fahrräder in Beaulieu. Für
die gerade erst aufkommenden Automobile interessiert sich Armand
lebhaft. Im Jahre 1888 trifft er unter anderem mit Gottlieb Daimler
zusammen. Das erste Auto, das den Namen Peugeot trug, war das auf
der Weltausstellung 1889 in Paris vorgestellte, mit Dampf betriebene
Serpollet-Dreirad. Den Aufschwung des Automobils vorausahnend,
wechselte Armand Peugeot schnell von Dampf- zum Benzinantrieb.
Im
Jahre 1886 gründete er die Société des Automobiles Peugeot - sein
eigenes Automobilwerk in Lille. Seiner Familie überlässt er die
traditionellen Produktionszweige. Von 1902 bis 1909 wechselte man
bei Peugeot vom Lenker zum Lenkrad und verabschiedete sich vom
“Kutschenwagenlook”. Die ersten Wagen, die mit Lenkrad und
Motorhaube in grössere Serie gingen, hiessen Typ 36 und Bébé.
Parallel zu Armand produziert die Firma Les Fils de Peugeot-fréres
den Kleinwagen Lion. Die beiden Firmen schliessen sich 1910 zusammen
und feiern ab diesem Zeitpunkt einige grosse Siege im Rennsport.
Aus
dem Rennsport entsteht im selben Jahr der Vierzylinder-Motor mit
zwei obenliegenden Nockenwellen und vier
Ventilen pro Zylinder! 1913 gewinnt Jules Goux auf
diesem Peugeot L76 die 500 Meilen von Indianapolis.
Im Jahre 1928 wird der erste Dieselmotor in
einen Peugeot eingebaut.
Sechs
Jahre später sorgt Peugeot für eine kleine Sensation. Der 301
Eclipse ist das erste Auto der Welt mit einem versenkbaren
Metalldach. Eine Idee, die Ende der 90er beim Mercedes SLK
wiederentdeckt wurde. Das Konzept einer aerodynamischen Linienführung
ging im Oktober 1935 mit dem 402 in Serie. Die berühmte Linienführung
“Fuseau Socheaux” schlug zum Pariser Autosalon alle Konkurrenten
aus dem Feld.
Während des
Krieges, von 1941 bis 1945, rollten 377 Stück des Peugeot
VLV aus den Produktionsstätten im Grossraum Paris. Der VLV war
ein Strom-Auto, dessen Konzept den Benzinrestriktionen der deutschen
Besatzer entgegenwirken sollte.
Nach
dem Krieg folgte der grosse Aufschwung. Das erste Fahrzeug mit
selbsttragender Ganzstahlkarosserie war der 1948 vorgestellte 203,
erstes Fahrzeug in Grossserie. Sieben Jahre später, im April 1955,
stellte das Unternehmen den 403 vor. Er ist das Ergebnis der ersten
Zusammenarbeit mit der Turiner Karosserieschmiede Pininfarina.
Bis
zum heutigen Tag ist diese Zusammenarbeit sehr fruchtbar (406 Coupé).
Der 403 dient im Jahr 1959 als Basis für Peugeots erstes
Seriendieselfahrzeug. Für die Serie wurde der 403 mit einem Indénor-Motor
bestückt. Der 1960 vorgestellte 404 läutete die Aera des
italienischen Stils im Peugeot-Designprogramm ein. Im Verlauf dieser
Epoche betraten unter anderem das 404 Cabrio und das
404 Coupé die
automobile Bühne.
Der 1965
vorgestellte 204 markiert die Wende
in der Antriebstechnik der Marke Peugeot. Im 204 machte man
erstmals Gebrauch vom Konzept des
Frontantriebs. Es folgten Klassiker wie der 504
(1968) und der
damals kürzeste Viertürer der Welt: Der 104 (1972). Als erster
Hersteller verpflanzte Peugeot 1979 einen Turbodieselmotor in ein
Serienfahrzeug.
Pininfarina war ab 1955 für das Design von
Peugeot verantwortlich. Wie oben schon erwähnt, war der Peugeot 403
das erste Modell, das vom italienischen Meister gezeichnet wurde.
Gebaut wurden die Fahrzeuge aber komplett in Frankreich. Bekannt als
Hersteller von ganzen Fahrzeug-Karrosserien und Komponenten wurde
Pininfarina dann Ende der Sechzigerjahre mit den Modellen 504 Coupé
und Cabriolet. Die Wagen wurden in Turin
vormontiert, in Frankreich
dann fertiggestellt und ausgeliefert. Diese Bauart war auch der
Grund, warum viele Fahrzeuge wegen den langen Transportwegen in
halbfertigem Zustand schon bald dem Rost zum Opfer fielen.
wird fortgesetzt
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